Das böse Wort mit H

journal

Trotz viel verbrachter Zeit zu Hause, liegen durchaus turbulente Zeiten für mich, meine Familie und meinen Kundinnen/Kunden und Mandatspartnern hinter mir. Zugegeben ein bisschen viel HOME war schon dabei..HOMEoffice, HOMEschooling, HOMEwork, stay at HOME, HOMEyoga etc. und auf einiges kann ich zukünftig durchaus wieder verzichten (vor allem auf das HOMEschooling!). Aber mit den schonungslosen Abrechnungen mit dem bösen H-Wort bin ich nicht ganz einverstanden.

Aber der Reihe nach.

Mit dem Lock-Down des Bundesrates, musste auch ich mich neu organisieren. Arbeitsplätze für mich und die Mädchen mussten neu eingerichtet werden, Strukturen wurden neu geschaffen, Verbindlichkeiten und Regeln sind verhandelt worden. Es wurde enger, am anfang auch etwas chaotischer. Ich war sehr strikt daran, die gesundheitliche Verantwortung nicht nur für mich und meine erweiterte Familie zu übernehmen, sondern auch Risikogruppen zu schützen, das Gesundheitssystem zu entlasten und den Virus im Zaum zu halten. Selbstverständlich war es nicht immer einfach die Kinder bei Laune zu halten, schulische Aufgaben zu meistern und dann auch noch die eigene Arbeit nicht aus den Augen zu verlieren. Die grösste Herausforderung war sicherlich, gewisse erwähnte Strukturen zu leben und Arbeit und Freizeit so gut es geht zu trennen. Auch der fehlende persönliche Kontakt zu meinen Eltern, Freunden und natürlich zu Kunden und Partnern war und ist nicht immer einfach.

Alles schlecht war aber trotzdem nicht!

Die Gegebenheiten haben durchaus zu einer Entschleunigung geführt. Was ich bereits natürlich wusste, durfte ich spüren...es geht auch anders, bedachter, nachhaltiger. Der Stress vom Kunden rehtzeitig zum Zmittagmachen nach Hause zu kommen um meine Kinder dann eine Stunde später wieder in die Schule zu schicken, damit ich dann für knapp zwei Stunden einen weiteren Termin einhalten konnte, fiel weg. Auch Online-Meetings liefen effizienter und dadurch in kürzerer Zeit ab. Von Zeit zu Zeit wurden sogar Besprechungen abgesagt, weil es einfach nichts zu sagen gab. Vor Ort wäre das für Manche ein absolutes NO-GO gewesen. Ich habe mein Wissen rund um die Technik enorm erweitert, bin nun eingerichtet, um auch Kundinnen und Kunden zu begleiten, die nicht um die Ecke wohnen, aber von einem Coaching profitieren wollen oder sich eines Face-to-Face Coachings noch unsicher sind und zu einer Risikogruppe gehören. Trotz Distanz und über den Bildschirm habe ich weiterhin gestikuliert, Bodenanker gelegt, Auslegeordnungen gemacht, animiert und weiterhin mit bewährten Coaching Tools gearbeitet. Hat funktioniert, wieso auch nicht??? Es ist immer eine Frage des "sich einlassens". Plötzlich war nichts mehr selbstverständlich, meine Kreativität und Professionalität gefragter denn je. Nennt es Faulheit, ich nenne es gesunden Pragmatismus, mich nicht 24 Stunden darüber aufzuregen, nicht "normal" arbeiten zu können. In der Regel zerfrage ich notwendige Gegebenheiten nicht bis zum Durchdrehen. Den Wind kann man nicht ändern, aber die Segel neu setzen (stammt leider nicht von mir). Das habe ich gemacht, jeden Tag ein bisschen mehr und in die Richtung aus der der Wind gekommen ist.

Klar freue ich mich auf weniger HOME, auf die gute, persönliche und stimmige Mischung kommt es an. Noch mehr freue ich mich auf weniger Kommentare, Artikel und Abrechnungen mit dem bösen H-Wort!

Wir alle haben mehrheitlich gesehen, dass es auch at HOME funktioniert und vielleicht wird dieser Gedanke von einigen Unternehmen weiterhin etwas mehr gelebt. HOMEoffice bedeutet nicht automatisch unproduktiv und gefährlich wegen zu viel Ablenkungspotential. Es bedeutet aber Vertrauen, Selbstmanagement und vielleicht auch weniger Gehetze!

In diesem Sinne, setzt die Segel neu! Herzlich, Die Coach!

Previous PostNext Post